
Achtung: Wer den Begriff „Jump the Shark“ nicht kennt, bitte nicht weiterlesen, sondern zunächst diesen Artikel lesen.
Dass Two and a half men ohne Charlie Sheen nicht mehr wie früher™ sein würde, oder zumindest anders, sollte wohl allen klar gewesen sein.
Charlie Sheen hat mit seiner, mehr oder weniger Selbstinszenierung, der Serie einen großen Dienst erwiesen und die Serie wäre ohne Ihn nie zu dem Erfolg gekommen, den sie heute hat.
Ich selbst konnte mir ein taahm ohne Charlie Sheen nur sehr schwer vorstellen und war daher gespannt wer die Nachfolge von Ihm antreten würde. Umso überraschter war ich als die Wahl auf Ashten Kutcher fiel.
Also wartete ich umso gespannter auf den Beginn der neuen Staffel.
Ich war ehrlich überrascht wie gut sich Onkel Charlies Tod in die Serie einfügen lies und wie einfach man die Rolle des Walden Schmidt integrieren konnte. Eine völlig andere Rolle, die aber dennoch den Sinn un Zweck einer Person, auf deren Kosten Alan Harper leben kann, erfüllt.
Die Witze der Serie waren auf dem gewohnten Niveau der Serie, obgleich diese nun mehr auf Jon Cryers Seite zu finden waren und Rollen wie Jake weiter zu einer Parodie Ihrer selbst wurden.
*SPOILERS*
Besonders die Folge in der Alan den Verstand verliert und glaubt sein verstorbener Bruder zu sein war von größter Güte. Diese ging sogar auf die vom Meister Charlie Sheen selbst gebrauchten Begriffe wie “#winning” ein, welche nach seinem Rausschmiss groß durch die Medien gingen.
Dennoch auch hier ein großes Aber. Wie schon angedeutet, wird die Serie humortechnisch nun hauptsächlich durch die Rolle des Alan Harper getragen und hin und wieder einigen Anspielungen auf den verstorbenen Charlie.
Walden Schmidt geht seiner eigenen Storyline nach, welche aber nicht unbedingt weiter interessant ist.
Im Gegenteil, es werden alte Charaktere reaktiviert um alte Storylines wieder aufzugreifen, so wird in einem Cliffhanger gezeigt, dass Waldens Exfrau von Rose dazu überredet wird diesen zu hassen und ihn zur Liebe zu zwingen, so wie sie es bereits mit Charlie getan hat.
Die Serie hat sich durch die Neudekorierung des Malibu Strandhauses nun endgültig von der Rolle des Charlie Harper getrennt, was nicht weiter schlimm wäre, wenn nicht so viel Humor der Serie mit der Rolle des Charlie zusammenhängen würde.
Vergangen Montag in der Folge “One False Move, Zimbabwe!” hat die Serie nun endgültig den Punkt des “Jumping the Shark” übersprungen, bzw. in diesem Fall eher “hugging the gorilla”
Denn diese Folge ist storytechnisch, wie dies von @wolframcgn bezeichnet wurde eben keine “einzige nicht so gute Folge” sondern mit Abstand die absurdeste Folge mit der schlechtesten Story seit Beginn der Serie.
Waldens Mutter hatte ihn, innerhalb eines Experiments 4 Jahre lang, von Geburt an mit einem Gorilla erzogen, um herauszufinden ob dieser intelligenter sei als ein menschliches Kind? Und am Ende der Serie liegen sich Gorilla und Walden in den Armen und trollen herum? Jemand wurde bezahlt um genau das zu schreiben?
Es ist schlicht weg nicht möglich, von dieser Folge wieder zurück auf eine halbwegs ernste Schiene zu kommen, ohne diese Folge im Rückblick zu haben. Eine weiterführende Story im Bezug auf dieses Ereignis kann nicht gutgehen und eine Story ohne Bezug, wäre ein Eingeständnis der Schreiber, dass sie dieses mal absoluten Bockmist verzapft haben.
Um mich von der Aufregung über diesen Verfall der Serie zu beruhigen, schaue ich nun einen Film in dem sich Harrison Ford von einer Atomexplosion schützt, indem er sich in einem Kühlschrank versteckt und danach Aliens bekämpft!
Achtung: Wer den Begriff „Jump the Shark“ nicht kennt, bitte nicht weiterlesen, sondern zunächst diesen Artikel lesen. Dass Two and a half men ohne Charlie Sheen nicht mehr wie früher™...